Schwarzweiß

bis in die 50er-60er Jahre des 20. Jahrhunderts war Schwarzweiß die einzige, auch für Amateure erschwingliche Art, des Fotografierens.  Auch heute, im Zeitalter der digitalen Bilder, hat Schwarzweiß seinen ganz eigenen Reiz und ist eine ganz besondere Art der Darstellung.

Jedes Foto ist eine Reduktion der Realität, sei es durch den Ausschnitt, die fehlende
3. Dimension, die Tiefenschärfe oder sonstige fotografische Möglichkeiten und Einschränkungen. Der Fotograf bestimmt durch seine Arbeit, mit der Kamera und auch die spätere Nachbearbeitung, was der Bildbetrachter sieht. Der Betrachter sieht also niemals die Realität, sondern das was der Fotograf ihm zeigen möchte
… und das ist auch gut so.

Das Verschwinden der Farben, die wir normalerweise in unserer Umwelt sehen und die teilweise einen erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung von Inhalten und Details haben, ist essentieller Bestandteil dieser Darstellungsform. Für mich ist Schwarzweiß jedoch nicht in erster Linie das Fehlen der Farben, sondern die Konzentration auf das Wesentliche im Bild ohne Ablenkung durch Farbigkeit.  Ich sehe hier nicht eine mangelhafte Abbildung der Realität sondern die vielfältige Möglichkeit zur kreativen Darstellung meines subjektiven Empfindens mit den Mitteln der adaptierten klassischen Schwarzweiß-Fotografie.

Nachfolgend habe ich Euch einige Beispiele aufgeführt, in denen man sehen kann wann und wie Schwarzweiß zu anderen und manchmal deutlich aussagekräftigeren bzw. veränderten Bildern führt.