Das Histogramm in der Bildbearbeitung

was sagt es aus und wie kann man es bei der Bildbearbeitung nutzen. Das soll Thema der nachfolgenden Ausführungen sein, bei denen ich in erster Linie auf die Bildbearbeitung mit Photoshop CS5 eingehe. Bei anderen, ähnlichen Bildbearbeitungsprogrammen ist manchmal ein wenig umdenken erforderlich, aber die Funktionalität ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhanden.

Nachdem man ein Bild in CS5 geöffnet hat, kann man sich über

  • Fenster -> Histogramm 
    oder
  • F8 = Info, dann umschalten auf Histogramm

das Histogramm zum geöffneten Bild anzeigen lassen.
(bei PS Elements13 funktioniert es analog bzw. F9 öffnet direkt das Histogramm)

Histogramm01Die nebenstehende Ansicht erreicht man über

(siehe roter Pfeil)

  • alle Kanäle in Ansicht
    die R(ot), G(rün), B(lau) Kanäle werden separat angezeigt
  • Statistik anzeigen

 

 

 

 

Soweit so gut, aber was sagt das Histogramm nun aus ?

Links befinden sich in einem Histogramm die dunklen Bildbereiche, rechts dementsprechend die hellen Bereiche. Die Lage auf der waagerechten Achse gibt die Helligkeit eines Farbtons (Intensität) wieder und der Ausschlag in die Senkrechte die Menge der Bildpunkte mit der jeweiligen Helligkeit. Schwarz = links, weiß = rechts.

Am Beispiel erkennt man, dass der Umfang der Helligkeitswerte nicht die größtmögliche Palette ausnutzt, rechts befinden sich kaum/keine Informationen. Das kann natürlich zum einen am Motiv selbst, aber auch an den individuellen Einstellungen des Fotografen liegen (z.B. Minuskorrektur damit die hellen Bildteile nicht überstrahlen und Zeichnung erhalten).

  • Ebene-> neue Einstellungsebene-> Tonwertkorrektur
    ( PS Elements13 = identische Vorgehensweise)

Hier sehen wir wieder das bekannte Histogramm, haben aber nun Möglichkeiten dieses zu beeinflussen, es geht ja schließlich um Bildbearbeitung. Unter dem Histogramm befinden sich 3 Zahlen (links 0 = schwarz … also richtig schwarz ohne jegliche Zeichnung, rechts =255 … weißer geht es nicht, man erkennt auch hier keinerlei Zeichnung, in der Mitte steht die Zahl 1, dieser Bereiche markiert den Wert 128, also genau das was auch unser kamerainterner Belichtungsmesser als Referenzwert annimmt … ein mittleres Grau)

Tonwertkorrektur01

Links neben dem Histogramm sind 3 Pipettensymbole  (weiß, grau, schwarz).
Nach aktivieren eines Symbols kann man direkt in das Bild klicken. Den Bereich den ich nun auswähle wird als schwarz-/grau- oder weiß-Punkt gesetzt, ob er es nun ist oder nicht.
Ich persönliche empfinde die Ergebnisse aus dieser Art der Bearbeitung meist eher zufällig und häufig deutlich übertrieben.

Das Bild weist ja im rechten Bereich keine oder kaum Werte auf, daher nehme ich mit der Maus das weiße Dreieck rechts unter dem Histogramm und ziehe es bei gehaltener ALT-Taste nach links bis im schwarzen Feld erste farbige Spuren auftreten. Dann wieder ganz leicht nach rechts, bis die Spuren weg sind.

Das Histogramm geht nun bis ganz nach rechts und sieht so aus.Bild_nachher_histogramm

Man kann die Veränderungen durch die Tonwertkorrektur im unten stehenden Slide-Bild sehr gut erkennen, einfach mal den Schieberegler before/after  benutzen