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so geht das in Luminar 4

So geht das in Luminar 4

Fotos verwalten, optimieren und teilen

Über das Programm aus dem Hause Skylum wurde im Internet bereits viel geschrieben und diskutiert. Von „die Alternative zu Lightroom“ über „kompliziert und verwirrend“ bis hin zu „Alleskönner mit vielen Möglichkeiten und kleinen Schwächen“ finden sich vielfältige Meinungen.

In dem Buch von Frank Treichler „ So geht das in Luminar 4“, welches in d.Punkt-Verlag erschienen ist, wird das Programm detailliert mit allen Funktionen erklärt. Das Buch beginnt mit einer allgemeinen Vorstellung des Programms mit seinen Vor- und Nachteilen. Danach geht es weiter mit einer Beschreibung der Installation, sodass dann der Erkundung der in Folge beschriebenen Grundfunktionen und der individuellen Anpassung der Oberfläche nichts mehr im Wege stehen dürfte.

 

Dank des ausführlichen und gut strukturierten Inhaltsverzeichnisses am Anfang des Buches ist es nun möglich direkt zu bestimmten Bereichen oder einzelnen Funktionen zu gelangen. Die Kapitel sind durch farbige Markierungen an oberen Seitenrand schnell auffindbar. Dies und das Stichwortverzeichnis am Ende des Buches bieten auch später, nach einer Einarbeitung in das Programm, die Möglichkeit gezielt einzelne Funktionen zu suchen und Fragen gezielt zu klären.

Den größten Teil des Buches nehmen die unterschiedlichen Funktionen bzw. Werkzeuge des Bearbeitungsmoduls ein. Die Werkzeuge werden ausführlich, größtenteils mit Screenshot und Beispielbildern, dargestellt und ihre Wirkungswiese wird erklärt. Hier werden auch praxisgerechte Tipps und Mini-Workshops angeboten, zu denen sich Beispielbilder downloaden lassen. So kann man die Beispiele am heimischen Computer, mit einer Testversion oder dem finalen Programm, problemlos nachvollziehen.

Das Buch endet mit Exporteinstellungen, den Druckmöglichkeiten und einer Tabelle nutzbarer Tastaturkürzel. Für mich alles in allen eine sehr runde Sache, sowohl als Anleitung zum Einstieg und den ersten Bearbeitungsschritten als auch zum Nachschlagen bei später aufkommenden Fragen oder Problemen.

Das gut 400 Seiten starke Buch ist in bewährter Fadenbindung erstellt. Die Papier- und Druckqualität ist sehr gut, so können die Beispielbearbeitungsschritte bzw. deren Auswirkungen meist schon durch das Buch sehr gut optisch nachvollzogen werden. Der Autor hat sich daher auch bewusst für deutliche Schritte, die bisweilen in der Praxis etwas heftig wären, entscheiden … man kann es dann halt besser erkennen. Meine Empfehlung ist das Programm oder zumindest die Testversion schon während des Studiums des Buches zu nutzen … lesen und selbst machen prägt sich halt besser ein als nur lesen.

Für mich ist das Buch eine sehr gelungene Anleitung für die Praxis, sowohl für Einsteiger als auch für den fortgeschrittenen User. Darüber hinaus ein gut strukturiertes Nachschlagewerk … mehr kann man von einem Buch nicht verlangen.

 

Hier geht´s zur Verlagsseite mit Leseproben etc. https://www.dpunkt.de/buecher/13475/9783864906800-so-geht-das-in-luminar-4.html

 

Frank Treichler           So geht das in Luminar 4

Fotos verwalten, optimieren und teilen

Februar 2020, 420 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
dpunkt.verlag ISBN Print: 978-3-86490-680-0

Fotografie zwischendurch – Carsten Schröder

20 Minuten Alltag mit Kreativität füllen

Durch den Titel und die Kurzvorstellung im Verlagsprogramm war ich sehr gespannt auf dieses Buch aus dem d.Punkt-Verlag. Der Autor ist Amateurfotograf, wenn auch sehr erfolgreich wie seiner Vita zu entnehmen ist. Für ihn ist die Zeit zum Fotografieren, genau wie für mich und viele Leser, zusätzlich zum Broterwerb und sonstigen Verpflichtungen aufzubringen.

Nachdem er im Vorwort zunächst seine einleitenden Grundüberlegungen zu fotografischen Themen und Motiven, zeitlichen Aspekten, der Kameraausrüstung und Locations darlegt, ergeht schon hier quasi die erste Aufforderung an die Leser: go out and take pictures

Das Buch ist im Folgenden in 42 Episoden, man könnte auch Themenbereiche oder Locations sagen, unterteilt, in denen der Autor Bilder zeigt, die er unter dem Credo des Buches aufgenommen hat. Er gibt Informationen, wie sich das fotografischen Thema ergeben oder besser gesagt in seinen Alltag eingefügt hat. Seine Überlegungen on Location, die beabsichtigte Wirkung, entstandene Probleme und auch die verwendete Technik werden kurz dargestellt. Frei nach dem Motto: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.“ nutzt der Auto für seine Episoden häufig sein Mobiltelefon.
Als Amateurfotograf sollte man sich vielleicht tatsächlich ein wenig mehr mit den Möglichkeiten seines Telefons beschäftigen, ich jedenfalls werde das nach der Lektüre des Buches auf jeden Fall tun. Selbst die Bildqualität eines Mobiltelefons oder einer kompakten Digitalkamera sind oft ausreichend genug, um Bilder zu machen, wenn man mehr oder weniger ungeplant auf fotografisch interessante Motive oder neue Aspekte bereits begonnener fotografischer Sammlungen trifft. Diese Bilder können sowohl als fotografische Skizzen für ein zu planendes Shooting am gleichen Ort oder als eigenständige Serie genutzt werden. Bei der Verwendung im Web sind sie auch als ergänzende Bilder in bestehende Sammlung einfügbar, die geringe Auflösung in einer Web-Galerie sollte auch mit Bildern des Mobiltelefons möglich sein.
Der Autor zeigt in den 42 Episoden eine breite Palette von Örtlichkeiten und Gelegenheiten auf, bei denen man nicht immer direkt an das Fotografieren denkt … ein Weg durch einen U-Bahnhof zum nächsten Zug ist für viele tägliche Routine. Man kann jedoch zunächst gedanklich oder direkt fotografisch versuchen den Alltag zu durchbrechen und den Alltag zum Motiv zu machen. Kleine Zeitfenster zu schaffen und fotografisch zu nutzen … sich 10 Minuten eher auf den Weg zur Arbeit zu machen und dafür einen kleinen Stop einlegen, die Kamera nehmen und einige Fotos machen. Endlich ein Bild von dem was man tagtäglich gesehen hat … und da manchmal der Appetit beim Essen kommt, kann man das dann auch ausbauen. Neben Fotos, die der Autor an seinen Locations gemacht hat … keine fotografischen Highlights, aber darum geht es in diesem Buch auch gar nicht … gibt er auch immer wieder weitergehende Tipps zur Erarbeitung einer Szenerie, zur weiteren Bearbeitung oder zur Nutzung von Equipment.

Es gibt ja bereits einige Bücher auf dem Markt, die einem helfen sollen oder wollen seine phasenweise niedrige Kreativität wieder aufzupushen. Die Bücher, die ich kenne, sind meist so aufgebaut, dass man pro Woche oder Tag eine Art Aufgabe bekommt und diese dann individuell umsetzt. Dies ist ein Weg, um vorübergehende Phasen eigener Ideenlosigkeit zu beenden, das hier vorliegende Buch geht einen anderen Weg. Neben der Idee spontan das Gesehene in ein fotografisches Bild umzusetzen, bringt es mich dazu mir Gedanken über nahe liegende Locations und Motive zu machen. Diese halte ich für mich auf einer Liste fest und plane sie in den Alltag zu integrieren. Das dazugehörige Zeitfenster planen, eine passende Minimalausrüstung mitzunehmen und dann vor Ort kurz aber intensiv zu fotografieren. Die ersten Punkte auf meiner Liste habe ich unmittelbar beim Lesen des Buches notiert, ein Anfang ist also gemacht und nun kommt die Umsetzung. Vom Text her ist das Buch inhaltlich wie sprachlich kein Highlight der Foto-Prosa, aber auch das will es wohl auch gar nicht sein. Für mich ist es ein gut nutzbares Buch mit praktischen Ansätzen und soliden Tipps … es erfordert jedoch schon fotografische Kenntnisse und die Bereitschaft sich persönlich mit der Materie auseinander zu setzen. Eher ein Buch für Fortgeschrittene als für Anfänger.

Das querformatige Buch ist in hochwertiger Fadenbindung mit Lesebändchen ausgeführt.
Von der Druckqualität und dem verwendeten Papier entspricht es voll meinen Erwartungen.

Hier findet man einige Leseproben auf der Verlagsseite: https://www.dpunkt.de/buecher/13467/9783864906831-fotografie-zwischendurch.html#Leseproben

Carsten Schröder
Fotografie zwischendurch
20 Minuten Alltag mit Kreativität füllen
September 2019, 266 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
dpunkt.verlag
ISBN Print: 978-3-86490-683-1