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im Garten

… heute war es mal wieder soweit, schönes Wetter und eigentlich nichts auf der Agenda.

Also raus in den Garten … diesmal wieder mit Kamera und einem adaptierten 1,2/58er Objektiv nebst 2 Zwischenringen.
Diese Art der Fotografie hat es mir seit einem Seminarbesuch angetan. Es geht nicht so sehr ums sehen, sondern eher ums entdecken.
Man nähert sich mit der Kamera am Auge dem Objekt auf sehr kurze Distanz, dann erst sieht man das Motiv bzw. das spätere Bild.
Sehr spannend wie ich finde, ich hoffe es gefällt Euch. Ich freue mich über Kommentare.

ohne Moos …

… oder mit Moos.

mit dem Laowa 2,5-5:1 – Makro auf kleiner Tour im Garten.
Ein mit Moos bewachsener Ziegelstein hat es mir angetan.

Fotografie zwischendurch – Carsten Schröder

20 Minuten Alltag mit Kreativität füllen

Durch den Titel und die Kurzvorstellung im Verlagsprogramm war ich sehr gespannt auf dieses Buch aus dem d.Punkt-Verlag. Der Autor ist Amateurfotograf, wenn auch sehr erfolgreich wie seiner Vita zu entnehmen ist. Für ihn ist die Zeit zum Fotografieren, genau wie für mich und viele Leser, zusätzlich zum Broterwerb und sonstigen Verpflichtungen aufzubringen.

Nachdem er im Vorwort zunächst seine einleitenden Grundüberlegungen zu fotografischen Themen und Motiven, zeitlichen Aspekten, der Kameraausrüstung und Locations darlegt, ergeht schon hier quasi die erste Aufforderung an die Leser: go out and take pictures

Das Buch ist im Folgenden in 42 Episoden, man könnte auch Themenbereiche oder Locations sagen, unterteilt, in denen der Autor Bilder zeigt, die er unter dem Credo des Buches aufgenommen hat. Er gibt Informationen, wie sich das fotografischen Thema ergeben oder besser gesagt in seinen Alltag eingefügt hat. Seine Überlegungen on Location, die beabsichtigte Wirkung, entstandene Probleme und auch die verwendete Technik werden kurz dargestellt. Frei nach dem Motto: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.“ nutzt der Auto für seine Episoden häufig sein Mobiltelefon.
Als Amateurfotograf sollte man sich vielleicht tatsächlich ein wenig mehr mit den Möglichkeiten seines Telefons beschäftigen, ich jedenfalls werde das nach der Lektüre des Buches auf jeden Fall tun. Selbst die Bildqualität eines Mobiltelefons oder einer kompakten Digitalkamera sind oft ausreichend genug, um Bilder zu machen, wenn man mehr oder weniger ungeplant auf fotografisch interessante Motive oder neue Aspekte bereits begonnener fotografischer Sammlungen trifft. Diese Bilder können sowohl als fotografische Skizzen für ein zu planendes Shooting am gleichen Ort oder als eigenständige Serie genutzt werden. Bei der Verwendung im Web sind sie auch als ergänzende Bilder in bestehende Sammlung einfügbar, die geringe Auflösung in einer Web-Galerie sollte auch mit Bildern des Mobiltelefons möglich sein.
Der Autor zeigt in den 42 Episoden eine breite Palette von Örtlichkeiten und Gelegenheiten auf, bei denen man nicht immer direkt an das Fotografieren denkt … ein Weg durch einen U-Bahnhof zum nächsten Zug ist für viele tägliche Routine. Man kann jedoch zunächst gedanklich oder direkt fotografisch versuchen den Alltag zu durchbrechen und den Alltag zum Motiv zu machen. Kleine Zeitfenster zu schaffen und fotografisch zu nutzen … sich 10 Minuten eher auf den Weg zur Arbeit zu machen und dafür einen kleinen Stop einlegen, die Kamera nehmen und einige Fotos machen. Endlich ein Bild von dem was man tagtäglich gesehen hat … und da manchmal der Appetit beim Essen kommt, kann man das dann auch ausbauen. Neben Fotos, die der Autor an seinen Locations gemacht hat … keine fotografischen Highlights, aber darum geht es in diesem Buch auch gar nicht … gibt er auch immer wieder weitergehende Tipps zur Erarbeitung einer Szenerie, zur weiteren Bearbeitung oder zur Nutzung von Equipment.

Es gibt ja bereits einige Bücher auf dem Markt, die einem helfen sollen oder wollen seine phasenweise niedrige Kreativität wieder aufzupushen. Die Bücher, die ich kenne, sind meist so aufgebaut, dass man pro Woche oder Tag eine Art Aufgabe bekommt und diese dann individuell umsetzt. Dies ist ein Weg, um vorübergehende Phasen eigener Ideenlosigkeit zu beenden, das hier vorliegende Buch geht einen anderen Weg. Neben der Idee spontan das Gesehene in ein fotografisches Bild umzusetzen, bringt es mich dazu mir Gedanken über nahe liegende Locations und Motive zu machen. Diese halte ich für mich auf einer Liste fest und plane sie in den Alltag zu integrieren. Das dazugehörige Zeitfenster planen, eine passende Minimalausrüstung mitzunehmen und dann vor Ort kurz aber intensiv zu fotografieren. Die ersten Punkte auf meiner Liste habe ich unmittelbar beim Lesen des Buches notiert, ein Anfang ist also gemacht und nun kommt die Umsetzung. Vom Text her ist das Buch inhaltlich wie sprachlich kein Highlight der Foto-Prosa, aber auch das will es wohl auch gar nicht sein. Für mich ist es ein gut nutzbares Buch mit praktischen Ansätzen und soliden Tipps … es erfordert jedoch schon fotografische Kenntnisse und die Bereitschaft sich persönlich mit der Materie auseinander zu setzen. Eher ein Buch für Fortgeschrittene als für Anfänger.

Das querformatige Buch ist in hochwertiger Fadenbindung mit Lesebändchen ausgeführt.
Von der Druckqualität und dem verwendeten Papier entspricht es voll meinen Erwartungen.

Hier findet man einige Leseproben auf der Verlagsseite: https://www.dpunkt.de/buecher/13467/9783864906831-fotografie-zwischendurch.html#Leseproben

Carsten Schröder
Fotografie zwischendurch
20 Minuten Alltag mit Kreativität füllen
September 2019, 266 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband
dpunkt.verlag
ISBN Print: 978-3-86490-683-1

a life in pictures – Steve McCurry

Steve McCurry – A life in pictures

392 großformatige Seiten mit 350 zumeist farbigen Fotos … mehr als 100 davon sind bislang unveröffentlicht. Dazu viele Abbildungen persönlicher Gegenstände, handschriftliche Notizen und private Erinnerungsfotos. Geschrieben von seiner Schwester, Bonnie McCurry, ist das Buch ein einzigartiger Einblick in das Werk und das bewegte Leben eines der bedeutendsten Fotografen der letzten Jahrzehnte oder wie die Buchrückseite verrät: „Das ultimative Werk zu Steve McCurry“.
Anfangs hatte ich ein wenig Probleme einen flüssigen Einstieg in das Buch zu finden. Steve McCurrys Leben wird tatsächlich von der Wiege bis Einstieg in die professionelle Fotografie ausführlich aus der Sicht seiner älteren Schwester, deren starke Bindung zu ihrem berühmten Bruder man deutlich herauslesen kann, beschrieben. Vom frühen, tragischen Verlust der Mutter, über den Unfall der seinen rechten Arm dauerhaft lädierte bis zum schulischen Werdegang mit Eskapaden und Abenteuern im Jugendalter wird das Leben von Steve McCurry sehr ausführlich beschrieben … irgendwann geht die Story dann über zur Fotografie und damit zu der Geschichte Steve McCurrys, die wir teilweise aus seinen Bildern kennen.
Im späteren Verlauf des Buches sind in dieser ausführlichen Einleitung  jedoch manchmal wertvolle Hinweise und Informationen zu finden, die es einem erleichtern manche Entscheidung oder Wendung im Leben von Steve McCurry und damit auch seine Bilder besser zu verstehen. Irgendwann fesselte mich die Geschichte, oder besser gesagt die vielen einzelnen Geschichten, die sich abgespielt haben und in den Fotos von Steve McCurry zum Ausdruck kommen. Meine Leseabschnitte wurden immer länger und zuletzt habe ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt … das Ende, mit einer großartigen Bildersammlung zu den Themen: Mut, Ort der Zuflucht – Bäume und Heiligtümer, Schlaf, Unveröffentlichte Bilder und Neueste Arbeiten, entschädigte mich dann für das Ende des Lesevergnügens. In vielen Büchern bekannter Fotografen habe ich für mich ein Mangel an Informationen festgestellt, ich wollte mehr über die Bilder und ihre Entstehung erfahren. Das ist in diesem Buch absolut nicht der Fall.

Im Buch findet sich die Geschichte von Sharbat Gula, dem afghanischen Mädchen mit den strahlend grünen Augen, welches 1985 auf der Titelseite der National Geographics zu sehen war. Ebenso die Geschichte eines indischen Schneiders, der, bis zum Hals im Wasser stehend, seine alte Nähmaschine durch die Fluten des Monsuns rettet.

 

 

 

 

 

 

Ground Zero, der Anschlag auf das World Trade Center, mit den einstürzenden Twin-Towers …

Steve McCurry war gerade in New York und hat tiefgreifende Bilder gemacht … am Puls der Zeit, immer zur richtigen Zeit vor Ort um eine Geschichte in Bildern zu erzählen. Der Fall der Berliner Mauer, der Terroranschlag beim Fußballländerspiel Frankreich-Deutschland 2015 in Paris, die Verwüstungen von Hurrikan Katrina in New Orleans … Steve McCurry und seine Nikon waren da. Und immer wieder einzigartige Bilder aus der Region Afghanistan, Pakistan und Indien … das Taj Mahal und davor eine Dampflokomotive.

 

Porträts einfacher Menschen, in ihrer Umgebung, in ihrer alltäglichen Kleidung … ausdrucksstarke Gesichter und berührende Blicke.

 

 

 

Manche Bilder im Buch sind verstörend und trotz ihrer formell-visuellen Schönheit zeigen sie die Schrecken, die Teile der Menschheit ertragen müssen … ein hellroter Flammenschein in der Wüste, im Mittelgrund ein defekter Panzer und im Vordergrund der aufgedunsene, schwarz verfärbte Leichnam eines Menschen. Kinder mit schweren Waffen in einer Frontstellung, afghanische Mujaheddin auf Patrouille, zerbombte Häuser in deren Trümmer Menschen ihr weiteres Leben organisieren. Durchhaltevermögen, Humor und ein echtes Interesse an den Menschen … und eine gehörige Portion Mut, das sind Tugenden, die Steve McCurry halfen die Fotos zu machen, die er gemacht hat und die Geschichten zu erzählen, die erzählt werden müssen.

Steve McCurry hat in seinem Leben viele Auszeichnungen erhalten, aber ich persönlich finde „die letzte Rolle Kodachrome“, die er nach eigenem Gusto belichten konnte und den ersten Pirelli-Kalender mit angezogenen Frauen, den er gestalten durfte, zeigen eine besondere Hochachtung, die seinem Werk und seiner Art zu fotografieren entgegengebracht wird. Das knapp über dem DIN-A4-Format liegende Buch aus dem Knesebeck-Verlag hat einen hochwertigen Einband mit Prägeschrift. Es ist in Fadenbindung gefertigt und hinterlässt einen wertigen Eindruck. Die abgedruckten Fotos haben eine originale Anmutung, sowohl die älteren analogen, als auch die neuen digitalen Bilder geben die von Steve McCurry bevorzugte Kodak-Farbigkeit gut wieder.

 

Wenn ich mich nun frage, ob ich aus dem Buch etwas für meine persönliche Fotografie lernen kann, muss ich ganz klar sagen: JA
Die ausgezeichneten und thematisch weit gefächerten Fotos dieses Buches länger in Ruhe zu betrachten und sich dabei Gedanken und Notizen zu machen. Der Versuch die wichtigen und zunächst nebensächlichen Details in den unterschiedlichen Ebenen der Bilder zu entdecken, zu analysieren und vielleicht darüber auch die Gestaltung des Bildes und seine beabsichtigte Aussage zu verstehen. Das alles bringt mich persönlich, neben der reinen Freude am Lesen, in meiner persönlichen Fotografie ein Stückchen vorwärts.

 

 

Bonnie McCurry und Steve McCurry
Steve McCurry A Life in Pictures – Ein Leben für die Fotografie
392 Seiten, mit 650 farbigen Abbildungen, aus dem Englischen von Ingrid HackerKlier
Preis € 75,- [D] 77,- [A] ISBN 978-3-95728-098

Alt wie ein Baum

möchte ich werden.

Diese Zeile aus dem Phudys Lied kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich durch den Wald gehe und alte Bäume ansehe. Ihre mächtigen Stämme, ihre weit ausladenden Kronen mit oder ohne Blätter und das teils sichtbare Wurzelwerk lassen mich immer wieder ehrfürchtig staunen und die Kamera auspacken. Selbst ein alter Mensch ist von seinen Jahren nur ein Kleinkind oder bestenfalls ein Teenager gemessen am Alter einiger Bäume.

Schwarzweiß (Teil 3)

Es gibt Fototouren, da plane ich von vorneherein, dass ich alle oder zumindest viele Bilder als Schwarzweißversion auf meine Homepage bringen will, in Foren veröffentlichen will oder ausdrucken will. Es kommt aber auch häufig vor, dass ich zunächst einmal fotografiere, mich in der Szenerie verliere oder einen für mich neuen Ort erkunde und entsprechend meine Kamera nutze. Vor Ort mache ich mir dann meist keine Gedanken über die spätere Verwendung der Bilder … es können reine Erinnerungsfotos bleiben, die Grundlage für einen Blogartikel sein oder es als Auswahl an die Wand oder in ein Fotobuch schaffen.

Ich benutze nahezu ausschließlich Lightroom von Adobe zu Verwaltung und grundlegenden Bearbeitung meiner Bilder. In Bearbeitungsmodul habe ich die Möglichkeit mittels einfachem Klick zwischen der Farbvariante und der Schwarzweißvariante  umzuschalten. Noch vor einer ersten Grundbearbeitung zeigt sich oft, ob ein Bild die weitere Arbeit der Schwarzweißumwandlung und Optimierung lohnt, oder eher nicht. Es gibt auch Motive, da zeigt sich das Schwarzweißpotential erst nachdem man es einer weiteren Bearbeitung in Lightroom, Photoshhop oder einem speziellen Schwarzweiß-Tool (beispielsweise NIK-Filter) unterzogen hat.

Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Farbversion ohne weitere Bearbeitung
Farbversion ohne weitere Bearbeitung
Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Schwarzweißversion ohne weitere Bearbeitung
Bearbeitung mit Lightroom und Silver Efex Pro2
Bearbeitung mit Lightroom und Silver Efex Pro2

Für mich sieht diese erste SW-Darstellung eher langweilig und nach wenig Potential aus. Der erste Gedanke wäre vielleicht das Farbbild auszuwählen und es weiter zu bearbeiten.
Wenn man nun das zweite Symbol unten links unter dem Beispielslider anklickt oder die < > – Tasten nutzt, sieht man das Bild nach einer Bearbeitung in Lightroom und der Anwendung Silver Efex Pro2, mit einem Zeitwaufwand von ca. 2 Minuten, kommt das Potential des Bildes meiner Ansicht nach schon deutlich besser zum Vorschein. Eine weitere Detailbearbeitung wäre hier sicherlich lohnenswert und würde das Ergebnis nochmals verbessern können.

Man muss sich entscheiden, alle Bilder kann man sicherlich nicht ausarbeiten, aber je länger und öfter man mit Schwarzweiß experimentiert, um so sicherer wird die Auswahl und umso besser werden die Endergebnisse.

 

 

Hochwasser … alle Jahre wieder

… der Rhein im Bereich Bornheim-Hersel. Gegenüber der Rheininsel Herseler Werth.

Das Werth ist Naturschutzgebiet, betreten streng verboten.

 

Venedigs Kanäle, Gassen und Plätze

Kanäle, Gassen und Plätze… die Lebensadern, der Herzschlag dieser einzigartigen Stadt. Was in jeder anderen Stadt die Straßen sind, sind in Venedig die Kanäle. Viele historische Kanäle sind über die Jahre zugeschüttet worden und dienen nun den Touristenströmen und den Einheimischen als „Fußgänger-Highway“. Fußgängerzonenartig sind hier Geschäfte und Marktstände erreichbar, ein ständiger Strom schlängelt sich zu den kleineren und größeren Plätzen sowie den allseits bekannten Sehenswürdigkeiten. Diese ehemaligen Kanäle werden Rio Terà genannt. Andere Kanäle dienen auch heute noch dem Transport von Waren, Gütern, Rohstoffen und Personen. Gondeln sind natürlich in vielen Kanälen zu finden, ein venezianisches Symbol der alten Zeit und beliebte Touristenattraktion. Ein relativ dichtes Netz von Haltestellen der öffentlicher Linienschiffe reiht sich an den Ufern der größeren Kanäle auf. Diese Vaporetti bringen einen in Venedig an Punkte, von denen man dann recht zügig wichtige zentrale Gebäude und Plätze erreicht … ein sehr gut funktionierendes System mit entsprechendem Andrang in den rush-hours.

Venedig hat sehr viele Kirchen, die meist einen einen Campo haben, um den herum sich Bürgerhäuser und Geschäfte ansiedelten. Eigentlich muss man sagen „hatte sehr viele Kirchen, denn viele sind nur noch baulich, aber nicht mehr kirchlich erhalten. Jetzt sind sie Geschäfte, Konzertsäle, Museen oder einfach nur baufällig oder geschlossen … das ist die heutige Realität

Venedig ist nicht groß, die fußläufigen Entfernungen eher kurz …. aber man kann sich prima verlaufen. Ich habe noch nie einen Ort besucht, an dem so häufig ratlose Personen mit einem Stadtplan hantierten. Und ich habe noch nie einen Ort besucht, an dem man sich Nachts durch einsame Gassen oder auf belebten Plätzen bewegen kann, ohne einen Gedanken an die persönliche Sicherheit oder die wertvolle Kamera verschwenden zu müssen.

Man kann mit etwas Einfühlungsvermögen und Orientierung lernen sich in Venedig zu bewegen, dann macht es erst richtig Spaß. Versteckte Garten, Sackgassen, marode Brücken, Wassertore -die Eingänge zur Kanalseite-, interessante Geschäfte … oder einfach nur die Wohnbereiche der wenigen verbliebenen Venezianer … in Abwechselung zu den bekannten Sehenswürdigkeiten und dem Trubel ist das einfach nur entspannend. Aber das Beste und Balsam für die Seele und die gestressten Nerven ist das Fehlen des Autoverkehrs … schon nach 1-2 Tagen macht sich das bemerkbar … wer sich dann auf einen Tagesausflug zum Lido aufmacht, wird es erleben … dort fahren Autos, Mopeds und Busse.

Carnevale di Venezia

… bevor es hier im Rheinland richtig losgeht:

Beginnend im 12. Jahrhundert hat sich der venezianische Karneval bis 1797 in
Umfang und Lockerung der Sitten und Gebräuche immer mehr gesteigert.
Der spaßbefreite Eroberer der Serenissima Repubblica di San Marco, Napoleon Bonaparte,
bereitete dem exessiven Treiben in Venedig ein vorläufiges Ende. Nach der Angliederung an Österreich und später
an das Königreich Italien, kam der Karneval zwar langsam wieder auf, aber die prunkvolle Blütezeit
mit dem ausgefallenen, großen Umzügen und die Exzesse während der wochenlangen Feierlichkeiten
waren vorbei. Ende der 1970er-Jahre wurde der Karneval im Rahmen der Biennale wiederbelebt und
von der Touristikbranche aufgriffen und als jährlich wiederkehrende Attraktion fest installiert.

Der Karneval ist nur bedingt mit dem deutschen Karneval, inbesondere mit dem rheinischen Straßenkarneval,
vergleichbar. Gruppen und Einzelpersonen, mit historischen entlehnten Kostümen sind rund
um die Piazza San Marco (Markusplatz) insbesondere zu den sehr frühen Morgenstunden oder im
Rahmen der organisierten Umzüge zu finden. Wir haben das Wochenende, wo teilweise sogar die
Fußgänger in Einbahn-Richtung belenkt werden müssen, bewusst gemieden und die Woche vor
Rosenmontag genutzt um uns dieses Schauspiel anzusehen.
Auch in der Karnevalszeit ist es in Venedig immer möglich, nur wenige hundert Meter vom Markusplatz
entfernt, ein ruhiges fotogenes Plätzchen zu finden, wenn man der Maskerade überdrüssig ist.

 

 

 

Amrum

wer sich den Nordseewind um die Nase wehen lassen will, ist hier genau richtig.
Die Insel hat für mich genau die richtige Größe, um in einem 10-Tage-Urlaub alles
einmal zu sehen und trotzdem noch ausreichend Zeit zu haben, sich mit einigen
Dingen ausführlich zu beschäftigen. Lange Touren über die Sandstrände der Seeseite
und Spaziergänge durch die Salzwiesenlandschaft am Watt lassen den Kopf frei werden
und bieten eine Vielzahl von Fotomotiven.